Donnerstag, 19. November 2015

Florian von Ploetz: Réconciliation Die Versöhnung




Florian von Ploetz: Réconciliation Die Versöhnung

Fotografische Portraits von Frauen, die sich nicht gerne fotografieren lassen.


Der Fotograf von Ploetz nimmt eine Herausforderung an, mit der sich Portraitfotografen immer wieder ungewollt konfrontiert sehen. Menschen die sich unwohl fühlen, wenn eine Kamera auf sie gerichtet wird. Eingeladen wurden neun, dem Fotograf bekannte, Frauen deren zutiefste Abneigung und Unwillen gegenüber dem fotografiertwerden bereits durch gelegentliche Begegnungen und Gespräche dokumentiert war. Die Portraitierten kamen den Ersuchen des Fotografen unter genau dieser Aufgabenstellung nach, sich auf eine ungeliebte Situation einzulassen, sich betrachten und ablichten zu lassen. Zu erscheinen wie immer es ihnen gefällt.

Im interims Studio, Kulturhaus Schöneberg, in der Kyffhäuserstraße finden neun Begegnungen statt. Gespräche über das Sein und das Nein zur Selbstdarstellung, zur autoritären Festlegung eines Ichs durch Bildschaffende. Der Dialog ist Teil der Aufnahme. In zwölf Belichtungen entstehen bei jedem Termin klassische Schwarzweissportraits die auf den ersten Blick sehr linear scheinen, jedoch jeder der Frauen einen Anteil an sonderbarem Abstand zum Betrachter einräumen. Die hintergründige Skepsis ist den Abgebildeteten auf den Fotos anzuspüren. Es sind Ihre Unangepasstheiten, ihr Unwille gegenüber einer Kultur der andauernden Selbst- und Anderenbetrachtung welche dem Fotografen ein einzigartiges Spannungsfeld bescheren, es ist das Angebot einer Versöhnung mit der Personenfotografie.

Im vorderen Raum des Berliner Salon für Fotokunst schweben die sehr ernsten Gesichter mit nachdenklichen und skeptischen Minen, eine Stimmung die im hinteren Teil der Galerieräume von denselben Frauen mit einem gelösten Lachen ihrer Schwere entbunden wird.


Im Rahmen der Ausstellung wird am 02. Dezember um 19 Uhr eine offene Gesprächsrunde zu dem Thema Mich bitte nicht fotografieren in den Räumen des Salon geführt. Um telefonische Anmeldung unter 030/53156234 oder mail an fotoploetz@snafu.de wird gebeten.


Ausstellungeröffnung: 06. November 2015,  19 Uhr
Ausstellungsdauer: 07. November bis 04. Dezember
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 – 17 Uhr, Wochenenden auf Anfrage
Anlässlich der Schöneberger Art ist die Galerie am 07. November von 14 – 22 Uhr
und am 08. November von 12 – 18 Uhr geöffnet.

Donnerstag, 24. September 2015

Arnd Weider: Chōra

Arnd Weider: Chōra


Die Orte, die Arnd Weider als Fotograf sucht, sind jene Orte, die Michel Foucault als „Heterotopien“ bezeichnet: „Wirkliche Orte, wirksame Orte, die in die Einrichtung der Gesellschaft hineingezeichnet sind, sozusagen Gegenplatzierungen oder Widerlager, tatsächlich realisierte Utopien, in denen die wirklichen Plätze innerhalb der Kultur gleichzeitig repräsentiert, bestritten und gewendet sind.“
Mit den Mitteln der Fotografie sucht Weider nach der Unfertigkeit, dem Provisorischen, dem Stillstehen in der Zeit, dem Nebeneinander verschiedener Zeiten, den Funktionen eines Gebäudes und den hinterlassenen Spuren, den unsichtbaren Fäden, durch die die Orte mit den Menschen in verschiedenen Zeiten und politischen Systemen miteinander verknüpft sind und nach den Ideen, durch die sie entstanden sind und die sie in sich tragen, dem Gewebe, aus dem Geschichte besteht.
Bei den Bildern handelt es sich um analoge Groß- und Mittelformatfotografien, die im Zeitraum 2011 - 2015 entstanden sind.

*Chōra gr .χώρα nach Platon das „Worin“, der Raum. des „Werdens“ und des „Seins“


Vernissage: Freitag, 2. Oktober 2015, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. - 30. Oktober 2015
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 12.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung unter 030 – 531 56 234

Donnerstag, 1. Mai 2014

Oliver Gerhard – Spreepark im Plänterwald


Spreepark im Plänterwald

Aufnahmen in Schwarzweiß von Oliver Gerhard

Der Spreepark im Berliner Plänterwald war der einzige Vergnügungspark der DDR. Anfang Mai geht das verwunschene Gelände, das seit mehr als 10 Jahren vor sich hin schlummert, in den Besitz des Landes Berlin über. Der Fotograf und Journalist Oliver Gerhard ist einer der letzten, die Gelegenheit hatten, den morbiden Charme des Spreeparks in seinen Bildern festzuhalten.

Im vergangenen Jahrzehnt hat die Natur die Fahrgeschäfte erobert, gewaltige Dinofiguren liegen wie erlegtes Wild im Gras, Bohlenwege modern, Metallteile rosten. Eine Stimmung, die Gerhard in seinen großformatigen Fotos auf beeindruckende Weise eingefangen hat. Die Zukunft des Parks ist offen – sein aktueller Zustand ist ab 9. Mai in einer Ausstellung im Berliner Salon für Fotokunst zu erleben.

Vernissage: Freitag, 9. Mai 2014, 19 Uhr
Ausstellungdauer: 9. Mai bis 12. Juni 2014

Öffnungszeiten: Mittwochs 15 - 19 Uhr, Donnerstags 12 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung unter 0179 - 591 35 16, Feiertags geschlossen.

Montag, 21. Oktober 2013

Volker Wartmann – Verschlusssache


Volker Wartmann – Verschlusssache – Geheimnisvolle Orte im Rathaus Schöneberg

Ein Fotokunstprojekt anlässlich des 100sten Geburtstages

Blicke hinter verschlossene Türen, in unbekannte Winkel und auf verborgene Details, an denen fast jeder achtlos vorbeigeht – der Fotokünstler Volker Wartmann hat das Rathaus Schöneberg in den vergangenen Monaten unzählige Male durchstreift und aus Perspektiven fotografiert, die Besuchern normalerweise verborgen bleiben. Mit seinen Fotografien eröffnet Wartmann den Betrachtern eine neue Sichtweise auf das weltbekannte Berliner Wahrzeichen. Seien Sie herzlich eingeladen zu einer außergewöhnlichen Entdeckungsreise!

Preview: 2. und 3. November 2013 im Rahmen des Schöneberger Art-Atelierrundgangs im
          Berliner Salon für Fotokunst im Kulturhaus Schöneberg
          Kyffhäuserstraße 23
          10781 Berlin
Öffnungszeiten: Samstag, den 2. November 14 - 20 Uhr, Sonntag, den 3. November 12 - 18 Uhr

Vernissage: Samstag, den 18. Januar 2014 zwischen 16 - 20 Uhr
Ausstellungdauer: 18. Januar - 15. Februar 2014
          198 Galerie in Tempelhof
          Tempelhofer Damm 198
          12099 Berlin
Öffnungszeiten: Mittwoch - Freitag: 15 - 19 Uhr, Samstag: 14 - 18 Uhr

Mittwoch, 28. August 2013

Dietmar Bührer – JVA Tegel



Dietmar Bührer – JVA Tegel – Grauzone Knast


Dietmar Bührer arbeitete als Werkmeister in der Druckerei der JVA Berlin- Tegel. Mit seinen SW-Bildern beschreibt er auf eindringliche, intensive Weise den Ort: Gefängnis.

Die Schwarzweißfotos des Autors sind von einer kühlen Schönheit, die lange nachwirkt. Sie zeigen Gefängnisflure, -gänge, -treppen, Zellentüren, Mauern mit Schriftzeichen versehene Wände, Fassaden des Gefängnisses, Ausblicke aus Fenstern, hin und wieder einen Baum.Und Menschen in ihrer nichtalltäglichen
Umgebung. Nüchtern, schnörkellos sind die Fotos, die die Stille einer Justizanstalt vermitteln. Alle Bilder entstanden zwischen 1990-1992 in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel.   (Dr. Elvira Schönow)

Vernissage: Freitag, den 6. September 2013, ab 19.00 Uhr
Ausstellungdauer: 11. September bis 24. Oktober 2013

Öffnungszeiten: Mi 14.00 - 19.00 Uhr, Do 12.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung unter 0179 - 591 35 16, Feiertags geschlossen

Montag, 8. April 2013

Lara Melin – Heidestraße 46-52 – Ode an einen Schandfleck


Lara Melin – Heidestraße 46-52 – Ode an einen Schandfleck


Der Gewerbehof aus Güterschuppen eines ehemaligen Containerbahnhofs muss einem ehrgeizigen Bauprojekt weichen. Hier, nördlich des Berliner Hauptbahnhofs, soll das neue Vorzeigeviertel Europacity/Heidestraße entstehen. Die alten Schuppen sind keine architektonischen Prunkstücke. Aber der Ort steht stellvertretend für ein bestimmtes Gesicht Berlins, eine typische Facette, die nun zunehmend verschwindet: Das Berlin der kleinen Gewerbetreibenden, die sich auch mit wenig Mitteln Nischen schaffen konnten. 2012 hat der Abriss der Schuppen begonnen.

Zwischen 2009 und 2012 kehrte die Fotografin Lara Melin immer wieder in diesen Gewerbehof zurück – fasziniert von seinen Ecken, Kanten und Winkeln, von den Spuren der Zeit und den Spuren des Wandels, die sich dort ablesen lassen. In oft abstrahierenden, betont subjektiven Bildausschnitten entlockt sie dem Ort eine Geometrie, die das Gezeigte sublimiert, versäumt dabei jedoch nie, auch etwas über den Ort zu erzählen. Mit einer besonderen Aufmerksamkeit für das richtige Licht zeigt sie dem Betrachter, was der eilige Passant oder jemand, der nur mit dem Sinn für ökonomische Wertschöpfung hinsieht, nicht bemerken wird: die Poesie des scheinbar Banalen.

Vernissage: Freitag, den 12. April 2013, ab 19.00 Uhr
Ausstellungdauer: 17. April - 23. Mai 2013

Öffnungszeiten: Mi 14.00 - 19.00 Uhr, Do 12.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung unter 0179 - 591 35 16, Feiertags geschlossen

Montag, 28. Januar 2013

Paul-Georg Hermann – Rund um den Ku’damm 1968



Paul-Georg Hermann – Rund um den Ku’damm 1968


Während der Studentenrevolte 1967/68 war der damalige AP-Fotograf Paul-Georg Herrmann hautnah dabei und hat die geschichtsträchtigen Ereignisse auf dem Westberliner Prachtboulevard und in der näheren Umgebung auf eindrucksvolle Weise mit der Kamera festgehalten. Eine Auswahl seiner bewegenden Schwarzweiß-Fotos dieser unvergesslichen Epoche zeigt Paul-Georg Herrmann jetzt erstmals in einer öffentlichen Einzelausstellung. 

Öffentliche Vernissage: am Freitag, den 8. Februar 2013, ab 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 28. März 2013

Öffnungszeiten: Mi. 14.00 – 19.00 Uhr, Do. 11.00 – 17.00 Uhr 
und nach telefonischer Vereinbarung unter 0179 – 591 35 16